AfD Kreisverband Biberach
 

 

 

Kommentar: Die Infantilisierung unserer Gesellschaft

 

„Es geht um unsere Zukunft“ ist die Kernmotivation der Freitags-Demonstrierer, Freitags-Unterrichts-Schwänzer. Gegen diese Parole kann man nichts einwenden, seine Aussage ist unbestritten. „Jugend ist Zukunft“ war mein erster Marsch in der Jugendkapelle, und der Titel hat mir so gefallen, dass noch heute die Melodie in meinem Kopfe herumgeht.

„Es geht um die Zukunft unserer Kinder!“ Diesen Satz höre ich häufig, wenn ich neue AfD-Mitglieder aufnehme. „Im Hinblick auf die Zukunft unserer Kinder müssen wir die Schulen mit modernsten Unterrichtsmitteln ausstatten“, so lautet seit hundert Jahren die Forderung der Bürgermeister gegenüber den Gemeinderäten.

Bisher meinten Schüler, dass die Zukunft in guten Händen der Elterngeneration sei und sie dachten mehrheitlich im Sinne des Kabarettisten Kreissler:“ Der Papa wird´s schon richten, das gehört zu seinen Pflichten, ja wozu ist er denn da?“ Nun aber wird der Vorwurf massenhaft laut, die Erwachsenen würden die Zukunft der Kinder verspielen, wie ein Spieler in der Spielbank das Erbe und damit die Zukunft verspielt.

Eine aufmüpfige und die Zukunft für sich reklamierende Jugend war schon immer ein Problem: man denke an die „Bündische Jugend“ vor dem ersten Weltkrieg, an die „Hitlerjugend“, an die „Freie Deutsche Jugend“ FDJ. Haben wir nicht genügend Erfahrung mit der Weisheit dieser Jugendbewegungen? Wem die nicht reicht, der möge die Ergebnisse der Jugendbewegung unter Mao in China anschauen. Die „Roten Garden“ wollten die  Welt aus den Angeln heben und haben das schlimmste Chaos mit ihrer „Kulturrevolution“ hinterlassen haben. Sicher, diese Jugendbewegungen waren von oben initiiert, auch geführt, aber ihre Macht und Gewalt wurde durch die Sprengkraft jugendlicher Power erst wirksam, und sie glaubten an ihre Sache und übertrafen die Anregungen und Forderungen ihrer „Meister“.

Als ehemaliger Lehrer weiß ich, dass das Thema Klima die meisten Schüler überfordert, dass es viel zu komplex für Schüler ist. Die schlechtesten Noten im Erdkunde-Abitur wurden immer im Teilbereich Klima erzielt, obwohl sich die Schüler hier besonders intensiv vorbereitet hatten. Wahrscheinlich wissen die Älteren  um ihre Wissensschwächen, aber es geht ja gar nicht mehr um Wissen, es geht darum, Teil dieses Kollektivs zu sein, das auf der bewußten und richtigen Seite steht gegen die Dummheit der Mächtigen, gegen die Industrie, gegen die Politiker, gegen die Alten.

Man könnte die Angelegenheit auch als eine momentane Erregung in der Jugend abtun, der man freundlicherweise auch einiges Positive abgewinnen kann. „Sie demonstriert für eine gute Sache, die gute Jugend!“ Fatal ist aber die Reaktion der Erwachsenen, der Politiker, Journalisten, Lehrer, Eltern. Sie finden diese Demos großartig, Schulpflicht hin oder her. Bald wird man die Schulpflicht als faschistisches Relikt abtun, das Leben und die Straße selbst als Schule definieren. In China wurden damals die Universitäten für zwei Jahre geschlossen, damit man demonstrieren konnte, die verstockten „Alten“ durch die Straßen treiben konnte und in Dauerdiskussionen den Klassenstandpunkt festigen konnte. Es ging nicht mehr um Fakten, sondern um Haltung.  

Genau diese Entwicklung haben wir heute in unserer Gesellschaft. Die Haltung ersetzt das Argument, die Ideologie die Logik. Wer wagt es jetzt noch, gegen die demonstrierenden „Gutkinder“ zu argumentieren, Strafe für Schulschwänzer auszusprechen? Wer es tut, bekommt kräftigen Gegenwind - da segelt man lieber im Winde der Zeit. Unser Ministerpräsident macht da keine Ausnahme, und die Grünen insgesamt blasen den Wind kräftig an.

Ich bezeichne diese Haltung als Infantilisierung, die offenbar große Teile der Gesellschaft durchdrungen hat. Höhepunkt wird dann der Friedensnobelpreis für ein Kind sein, nachdem dieses schon zur „Frau des Jahres“ in Schweden gekürt wurde.

„Herr, wirf Hira ra“ lautet eine schwäbische Bitte. Der kann ich mich anschließen.

 

Wolfgang Mächler, Oberstudienrat i.R.

 

 

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